Investment / Fond-Lexikon: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Medienfonds sind sehr stark in Verruf geraten, als mit dem Aufschwung der New Economy bis zum Jahre 2000 viele Anleger sich aufgrund der bis zu 100%igen Abschreibungsmöglichkeit am stark wachsenden Film- und Fernsehmarkt beteiligen wollten. Der Zusammenbruch einiger Filmimperien folgte dann postwendend. Mit der Abschaffung des Steuerprivilegs Ende 2005 in Deutschland hat die Steuersparmöglichkeit ihr Ende gefunden. Heute versuchen die wenigen Anbieter seriös zu kalkulieren und dem Anleger eine angemessene Rendite zu erwirtschaften.
Die Medienfonds erwerben die Rechte zum Senden der verschiedensten Arten von Filmen: Fernsehfilme, Trickfilme, Spiel- Dokumentarfilme. Lassen sich Filme besonders gut vermarkten, dann steigen die Erlöse der Ausstrahlung und sorgen für den entsprechenden Ertrag. Umgegehrt können eingekaufte Filme auch schon mal im Totalverlust enden, wenn das Publikum in nicht annimmt.
Da Filmfonds meist "Blind-Pool-Fonds" sind, sind die Chancen und Risiken zu anderen Fonds größer, über den Erfolg entscheidet letztlich die Akzeptanz beim Publikum. Achten Sie am besten auf eine ausgewogene Mischung der verschiedensten Filmarten, die Erfolge des Initiators in der Vergangenheit und eine breite Streuung innerhalb des Portfolios. Viele Anleger haben sehr viel Geld verloren aus Raffgier wegen den Steuersparmöglichkeiten. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Konstruktion innerhalb des Fondsmantels.
Der Anleger beteiligt sich auch bei diesem geschlossenen Fonds i.d.R. als Kommanditist an einer GmbH & Co. KG bei einer Mindestbeteiligungssumme von mind. 20.000 Euro.