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Offene Immobilienfonds sind für Vorsorgesparer offen, die an der Sicherheit des Immobilienmarkts teilhaben möchten, ohne eigene Immobilien erwerben zu müssen. Dabei lockt zwar keine allzu hohe Rendite, weil der Ausgabeaufschlag mit rund fünf Prozent überdurchschnittlich hoch liegt, doch Steuervorteile bei den Erträgen machen offene Immobilienfonds gerade für die Jahre vor dem Ruhestand interessant.
Meistens handelt es sich bei den Anlagewerten von offenen Immobilienfonds um Bürogebäude oder Einkaufszentren. Hinzu kommen noch Zinspapiere für die Liquiditätsreserve, denn beim offenen Immobilienfonds können die Anleger an jedem Börsentag ihre Anteile zurückgeben, anders als bei geschlossenen Immobilienfonds. Da sich Bürotürme nicht so schnell zu Geld machen lassen, halten offene Immobilienfonds bis zu 49 Prozent ihres Vermögens in Zinspapieren.
Die Anzahl der offenen Immobilienfonds ist in Deutschland mit etwa 20 recht klein. Deren Renditen fielen in der Vergangenheit vergleichsweise bescheiden aus. Niedrige Zinsen und fallende Immobilienpreise in Deutschland drückten die jährlichen Wertsteigerungen auf zwei bis fünf Prozent. Inzwischen haben sich die Ergebnisse der offenen Immobilienfonds erholt. Sie liegen häufig wieder beim langfristigen Durchschnitt von fünf bis sechs Prozent. Darüber hinaus locken offene Immobilienfonds mit Steuervorteilen. Zwischen 30 und 60 Prozent der Erträge müssen nicht versteuert werden, weil es sich um steuerfreie Einnahmen aus Veräußerungsgewinnen handelt. Diese Steuervorteile machen offene Immobilienfonds zu einer interessanten Alternative zu Rentenfonds, vor allem in den letzten zehn Jahren vor dem Ruhestand, in denen Sicherheit und geringe Wertschwankungen an Bedeutung gewinnen.