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In stürmischen Börsenzeiten erinnern sich Anleger gerne an die sicheren festverzinslichen Wertpapiere und an Rentenfonds, die in diesen Zinspapieren angelegt sind. Rentenfonds sind nicht mit Pensionsfonds zu verwechseln.
Rentenfonds sind ideal für Anleger, die besonderen Wert auf einen stabilen Vermögensaufbau legen. Die Mittel eines Rentenfonds werden vorwiegend in Anleihen angelegt. Da diese Papiere regelmäßig Erträge einbringen, sprechen viele auch von "Renten".
Bei einem Rentenfonds legt der Fondsmanager das Fondsvermögen in festverzinsliche Wertpapiere an. Der Anleger bekommt regelmäßig einen genau festgelegten Ertrag ausbezahlt. Die Chancen und Risiken sind deutlich geringer als bei Aktienfonds. Dennoch sind Rentenfonds nicht völlig ohne Risiko.
Der Erfolg eines Rentenfonds hängt von drei Faktoren ab:
Tipp: Wer in Rentenfonds investieren möchte, jedoch befürchtet, dass die Zinsen steigen, der sollte kurzfristig ausgerichtete Fonds wählen. Die Vergangenheit hat immer wieder bewiesen, dass das Verhalten der europäischen Zentralbank ein verlässlicher Indikator für Zinsänderungen ist: Ändert die Notenbank ihren Kurs, können Sie relativ sicher von einer Zinswende ausgehen.
Sind Rentenfonds eine Alternative für die langfristige Altersvorsorge?
In den meisten Fällen leider nicht. Bei einer Anlage in Rentenfonds fällt annähernd der gesamte Wertzuwachs als steuerpflichtiger Zinsertrag an, während bei Aktienfonds nur ein Bruchteil des Wertzuwachses zu versteuern ist - nämlich nur der Anteil, der auf Dividenden entfällt. Deshalb kann der Freibetrag für Kapitalerträge (Ledige 1.421 Euro, Ehepaare 2.842 Euro ab 2007 wird der Freibetrag halbiert und voraussichtlich bald ganz abgeschafft) nach langer Ansparphase schnell ausgeschöpft sein. Wer Wert auf Sicherheit von Zinspapieren legt, sollte für die langfristige Vorsorge besser eine private Renten- oder eine Kapitallebensversicherung nutzen. Außerdem ist die Wertentwicklung von Rentenfonds langfristig betrachtet deutlich niedriger als bei Aktienfonds.
Anlagestrategie vor dem Ruhestand
In Frage kommen Rentenfonds allerdings, wenn der Abschluss einer Kapitalpolice nicht mehr lohnt, weil die Frist von zwölf Jahren Laufzeit für die Steuerfreiheit der Versicherungserträge nicht mehr einzuhalten ist oder wenn der Sparer in den Jahren vor dem Ruhestand Teile seiner Aktienfonds in sichere Anlagen umschichtet.
Anlagestrategie für Besserverdiener
Wen eine hohe Steuerprogression drückt, kann freilich auch über steueroptimierte Rentenfonds nachdenken. Diese legen das Geld in Zinspapiere mit niedrigem Coupon, also niedrigen Zinszahlungen, an. Sie spekulieren hauptsächlich auf steigende Kurse. Entstehende Kursgewinne sind nämlich steuerfrei. Allerdings ist die Rendite in der Regel niedriger als bei normalen Zinspapieren. Deshalb sollten Anleger immer genau nachrechnen, ob ihr Steuersatz so hoch ist, dass sich diese Fonds lohnen.